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Rausgegrantelt: Österreich als eines der unfreundlichsten Länder

Um Freunde zu finden braucht es schon mehr als nur ein Freundschaftsbuch. Zum Beispiel auch ein etwas weniger raunzendes und grantelndes Gegenüber. 

Eine international angelegte Studie, die jedes Jahr von InterNations durchgeführt wird, stuft Österreich als eines der unfreundlichsten Länder weltweit ein. Sie bezieht sich allerdings nur auf Expats, also Fachkräfte die von ihren Firmen vorübergehend im Ausland eingesetzt werden. Diese scheitern in Österreich oft an der Sprache – schließlich braucht es im Durchschnitt 750 Deutschstunden um sich schlüssig und flüssig auf Deutsch unterhalten zu können, wie auch an der allgemeinen Unfreundlichkeit.

In Puncto Freundlichkeit liegen die Österreicher am vorletzten Platz und scheinen es den Expats mit den Basis-Werkzeugen Kühlheit, Grant und raunziger Arroganz schwer zu machen sich einzuleben. Platz 64 von 65 sollte einem allerdings schon ein wenig zu denken geben. Nur in Kuwait fällt es den dort ankommenden Expats noch schwerer. Auch Freunde zu finden scheint einer Herausforderung für viele zu sein – nur 25 Prozent geben an, dass sich Einheimische ihnen offen gegenüber gaben, rund um den Globus liegt die Zahl so etwa bei 42 Prozent.


Insgesamt liegen Bahrain, Costa Rica, Mexiko, Taiwan, Portugal, Neuseeland, Malta, Kolumbien, Singapur und Spanien ganz vorne wenn es um Gastfreundlichkeit geht. Vielleicht sollten sich ein paar von uns öfter mal in den Spiegel schauen, wenn ihnen solche Studien nicht ausreichen, um sich selbst – und dem allereigensten raunzigen Selbst – ein wenig näher zu kommen. Das Herstellen von Nähe würde so sicher ein wenig einfacher fallen.

 

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