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Schwarm der Woche: Frau Bezirksinspektorin

Jakob Stantejsky

Es gibt so allerlei Berufe, in denen man sich als Frau, noch mehr als junge Frau und am allermeisten als hübsche junge Frau allerhand Scheiße anhören darf. Der Broterwerb als Polizistin steht mit Sicherheit ganz weit oben auf dieser Hitliste, schließlich muss man nicht nur den Kollegen, sondern vor allem auch den Straftätern die Stirn bieten. Und dass die in der Regel durchaus mal in die Kategorie „Machoarschloch“ fallen, kann sich jeder gut vorstellen. Stefanie B. steht da drüber, obwohl sie zusätzlich zu den oben genannten noch ein Sonder-Handicap in die Chauvi-Welt mitbringt: Sie ist auch noch Blondine.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Polizei Wien

Stefanie beweist allerdings nicht nur, dass es geht, sondern auch wie gut es geht. Denn seit 2003 ist die fesche Dame schon Teil der Wiener Exekutive und hat sich dabei nicht hinter ihrem schönen Gesicht versteckt. Direkt nach dem Diensteinführungskurs wechselte sie in die Ermittlungsabteilung Sitte/Sexualdelikte, wo sie quasi an vorderster Front für Gerechtigkeit gekämpft hat. Und das hat sie offenbar so verdammt gut gemacht, dass sie 2012 Teil der vierköpfigen Steuerungsgruppe des Landeskriminalamts Wien geworden ist. Um es mit den Worten der Polizei zu beschreiben:


„Diese dient als Schnittstelle aller kriminalpolizeilichen Vorfälle in Wien um Täterermittlungen und Serientäterschaften zu koordinieren, Berichte und Statistiken auszuwerten und an die entsprechenden Ermittlungsbereiche weiterzuleiten. Die Auswertung von DNA Spuren und Telefonüberwachungen gehört ebenfalls zu diesem vielfältigen Tätigkeitsbereich.“

Bezirksinspektorin Stefanie ist also weder behütete Schreibtischkraft noch ein hübsches Aushängeschild ohne Kompetenzen. Ganz im Gegenteil, bei ihr kommen viele Fäden zusammen, die die Wiener Polizei am Laufen halten.

Bezirksinspektorin Stefanie B. ist seit 2012 bei der Steuerungsgruppe des Landeskriminalamtes tätig. Diese dient als…

Gepostet von Polizei Wien am Freitag, 14. Juni 2019

„Vernetztes Denken, der Austausch mit den Kollegen und der Überblick in die tägliche Arbeit der Kriminalpolizei machen meine Arbeit besonders spannend“, gibt Stefanie zu Protokoll und das glauben wir ihr gerne. Klingt nämlich nach einem ziemlich coolen Job, den sie da bei der Wiener Polizei macht. Und wir sind uns sicher, dass auch das eine oder andere Mannsbild, das es seiner Meinung nach viiieeel besser kann als jede Frau, sich diesen Posten gerne unter den Nagel reißen würde. Wird aber nix, denn unser Schwarm der Woche setzt sich hier mit echter Frauenpower durch. Nächste Station dann bitte Polizeipräsidentin. Allein schon wegen der vermehrten Auftritte in Presse und Fernsehen. Aber vor allem auch, weil ein frischer Wind gerade in so traditionell starren Organisationen wie der Polizei nur gut tun kann.