Essen

Das WIENER-Wissen zum Bissen: Turducken

Was kommt auf den Tisch, wenn „Turducken“ serviert wird?

Redaktion: Roland Graf / Foto: Getty Images

a) Ente, in Teer gegart
b) verbrannter Braten
c) gefüllter Truthahn
d) finnische Gans


Auch wenn man hierzulande dieses festliche Gericht für eine urbane Legende hält, existiert dieser spezielle Braten in der Tat. Sein Ursprung ist die Küche Louisianas mit ihrem französischen Einfluss. Am Beginn stand vermutlich eine „Ballotine“, wie ein mit Farce gefülltes, entbeintes Geflügel genannt wird, das wie eine Terrine gegart wird. Irgendwann ging man in New Orleans aber dazu über, gleich drei ganze „Vögel“ ineinanderzuschachteln. Wie es das englische Kofferwort schildert, sind es Truthahn (Tur-key), Ente (Duck) und Huhn (Chick-en).

Theoretisch funktioniert dieses „Geflügel-Tetris“ auch mit anderen Varianten. Die britische Version „Gooducken“ verwendet z. B. eine Gans als äußere Hülle. In jedem Fall handelt es sich um komplett entbeintes Geflügel. Sonst wäre die Hülle knusprig, das innerste Federvieh aber roh. Und der ebenso extra­vagante wie teure Braten ruiniert.