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Zwei Winzer decken den Tisch in Langenlebarn

Am 28. August treffen sich zwei niederösterreichische Weingüter an einem Tisch in Langenlebarn bei Tulln.

Von Redaktion · 20. August 2026 · 3 Min. Lesezeit
Restaurant Das Wolf in Langenlebarn bei Tulln, Schauplatz des Winzerdinners Allram × Markowitsch

Beim Winzerdinner Allram × Markowitsch führen Johanna Markowitsch aus dem Carnuntum und Lorenz Allram aus dem Kamptal persönlich durch ein Sechs-Gänge-Menü von Küchenchef Mark Lukaseder im Restaurant Das Wolf, begleitet von zwölf ausgewählten Weinen, 175 Euro pro Person, die Plätze sind begrenzt.

Zwischen Göttlesbrunn und Straß im Straßertale liegen keine sechzig Kilometer Luftlinie, und doch trennen die beiden Orte zwei vollkommen verschiedene Weinwelten. Im Osten, in Carnuntum, drückt die pannonische Hitze dichte, dunkle Rotweine aus dem Kalkboden. Im Kamptal, weiter im Norden, sorgt die kühlere Waldviertler Luft für einen der bekanntesten Rieslinge des Landes. Normalerweise begegnen sich diese beiden Welten höchstens auf derselben Weinkarte. Am 28. August sitzen sie sich gegenüber, an einem einzigen Tisch mitten im Tullnerfeld.

Schauplatz ist Das Wolf in Langenlebarn, ein Landgasthaus, das sich zuletzt Einträge bei Guide Michelin, Gault Millau und Falstaff erkocht hat. Küchenchef Mark Lukaseder stellt für den Abend ein eigenes Menü zusammen, moderiert von Johanna Markowitsch und Lorenz Allram, die ihre Weine nicht bloß ausschenken, sondern selbst erklären. Wein-Menschen seien „Menschen mit Leidenschaft, Menschen mit Hang für Ästhetik“, sagt Markowitsch, deren Familie rund 130 biologisch bewirtschaftete Parzellen in Carnuntum betreut. Allram, der das Familienweingut in vierter Generation führt, formuliert es ähnlich: „Winzer sind wir aus Überzeugung. Aus Leidenschaft.“

Zwei Winzerhandschriften, ein Menü

Das Menü liest sich wie eine kleine Rundreise durch die österreichische Küche. Los geht es mit einem Tartelet aus XO Beef Tatar und Trüffel, gefolgt von Carpaccio vom Hochlandrind mit Rucola, Parmesan und Kaviar. Danach eine Eierschwammerlschaumsuppe mit Leberstangerl, Ravioli mit Kremstal-Garnele und Wildkräutern, gebratener Zander an Kohlrabi und Erbse sowie XO Beef Beiried mit Sellerie und Jus. Den Schluss macht eine Sauerrahmmousse mit Erdbeere, Rose und Holunder. Zu jedem Gang schenken Allram und Markowitsch abwechselnd einen ihrer Weine ein, insgesamt zwölf an der Zahl, dazu ein Aperitif zum Empfang.

Gastraum im Restaurant Das Wolf in Langenlebarn

Woher die beiden Weingüter kommen

Das Weingut Allram in Straß im Straßertale steht seit vier Generationen für Kamptaler Lagenweine, seit 2015 unter der Leitung von Lorenz Allram, der auf Handarbeit und einen möglichst naturnahen Zugang setzt. Rund achtzig Kilometer weiter östlich bewirtschaftet Familie Markowitsch in Göttlesbrunn ihre Weingärten, im Zentrum des Carnuntum. Etwa 130 Parzellen, biologisch geführt, ergeben ein Sortiment, das international vor allem für seine Zweigelt-Cuvées bekannt ist. Der Winzerdinner Allram × Markowitsch bringt beide Handschriften zum ersten Mal an einen gemeinsamen Tisch.

Gedeckter Tisch im Restaurant Das Wolf, Niederösterreich

Was der Abend kostet

Das Winzerdinner Allram × Markowitsch kostet 175 Euro pro Person, inklusive Aperitif, Gedeck, dem Sechs-Gänge-Menü und der Weinbegleitung mit zwölf Weinen. Reserviert wird direkt über die Seite des Lokals, die Teilnehmerzahl ist laut Veranstalter begrenzt.

Winzerdinner Allram × Markowitsch
Donnerstag, 28. August 2026, 19 Uhr
Das Wolf, Bahnstraße 58, 3425 Langenlebarn bei Tulln
175 Euro pro Person (Aperitif, Sechs-Gänge-Menü, Weinbegleitung mit 12 Weinen)
Reservierung (begrenzte Plätze): daswolf.restaurant

Wer am 28. August in Langenlebarn Platz nimmt, bekommt beide Enden Niederösterreichs auf einen Teller: die Hitze des Ostens und die Kühle des Nordens, serviert von den beiden Menschen, die sie selbst gemacht haben. Und wer nach diesem Abend noch nicht genug hat, findet in Niederösterreichs Genuss-Kalender heuer ohnehin keine Ruhe: erst ging es um die Rückkehr des King of Mortadella nach Wien, dann um die perfekte Zwetschkenzeit.