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UHREN

Der letzte Flug vor hundert Jahren

STOWA bringt zum Auftakt seines 100-Jahr-Jubiläums eine auf 99 Stück limitierte Fliegeruhr im Design der 1940er-Jahre auf den Markt. Die STOWA Flieger Klassik 40 Flight to 100 kostet ab 990 Euro und ist ab 23. September 2026 weltweit erhältlich.

Von Redaktion · 29. September 2026 · 2 Min. Lesezeit
STOWA Flieger Klassik 40 Flight to 100, limitierte Fliegeruhr zum 100-Jahr-Jubiläum

Irgendwo im Schwarzwald sitzt gerade jemand mit einer Nadel über einem Uhrwerk und graviert einen Satz, den später kaum jemand zu Gesicht bekommt: „Flight to 100 – Limited Series – 1 out of 99“. Der Schriftzug landet auf dem Rotor, jener kleinen Metallscheibe im Inneren der Automatikuhr, die sich dreht und die Gangreserve auflädt. Man sieht sie nie, außer der Uhrmacher öffnet das Gehäuse. Und doch ist genau dieser unsichtbare Satz der Kern der Geschichte: 99 Stück, für das 99. Firmenjahr, ein Jahr vor dem großen Fest.

Warum ausgerechnet 99 Stück?

STOWA wurde 1927 von Walter Storz im Schwarzwald-Ort Hornberg gegründet, 2027 steht also das 100-Jahr-Jubiläum an. Die Flieger Klassik 40 Flight to 100 markiert bewusst das Jahr davor: eine Zahl als Countdown, keine runde Marketing-Ziffer. Wer eine der 99 Uhren kauft, kauft sich in eine Zwischenetappe ein, nicht ins Jubiläum selbst. Das ist ungewöhnlich für eine Branche, die runde Zahlen liebt – und genau deshalb hat der Griff daneben Charme.

Zurück zum Baumuster A

Gestalterisch bezieht sich die Uhr direkt auf die historische STOWA-Fliegeruhr der 1940er-Jahre, das sogenannte Baumuster A: schwarzes Zifferblatt, große arabische Ziffern, kein Markenlogo, kein Datumsfenster. Damals ging es um Ablesbarkeit im Cockpit, nicht um Understatement als Stilmittel – heute liest sich dieselbe Reduktion als bewusste Absage an alles, was ein Zifferblatt sonst zustellt. Das mattierte 40-mm-Gehäuse aus Edelstahl trägt die klassische FL-Gravur, das Saphirglas schützt ein Zifferblatt, das mit Superluminova C3 auch im Dunkeln funktioniert.

Zifferblatt der STOWA Flieger Klassik 40 Flight to 100 im Baumuster A, ohne Logo und Datum

Drei Bänder, ein Charakter

Zur Wahl stehen ein mattiertes Edelstahlband und zwei genietete Fliegerlederbänder in Braun oder Schwarz, alle drei an dieselbe Gehäuseform angepasst. Im Inneren arbeitet mit dem Sellita SW 200 ein bewährtes Schweizer Automatikwerk, keine hauseigene Manufakturkomplikation, dafür robust und gut wartbar. Das ist die Handschrift der Marke seit der Übernahme durch die Tempus Arte GmbH 2021: solide Technik, historisch verbürgtes Design, keine falschen Versprechen.

Sondergravur am Rotor der STOWA Flieger Klassik 40 Flight to 100: Flight to 100, 1 out of 99

Was die Uhr kostet

Mit Lederband kostet die STOWA Flieger Klassik 40 Flight to 100 990 Euro, mit Edelstahlband 1.200 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer. Wer zu den 99 Käuferinnen und Käufern zählen will, muss ab dem offiziellen Launch am 23. September rasch sein – limitierte STOWA-Editionen dieser Größenordnung sind erfahrungsgemäß schnell vergriffen. Es ist ein guter Herbst für Liebhaber ungewöhnlicher Zifferblätter: Erst hat Orient Mako eine zweite Zeitzone nachgereicht, jetzt zählt STOWA im Rotor bis 99 – und wer noch tiefer in die Materie will, findet in unserem Bericht über die Uhr, die schreiben lernte, wie viel Geschichte in einem Zifferblatt stecken kann. Der eingravierte Satz im Rotor bleibt trotzdem der nüchternste Kommentar zur ganzen Aktion: der Flug geht weiter, noch ein Jahr, dann ist die Landung geschafft.