KULTUR

AC/DC-Fans wollen Axl Rose nicht

Franz J. Sauer

AC/DC-Fans wollen Axl Rose nicht

Empörte Reaktionen

Seit Anfang derWoche ist es offiziell: Guns’n’Roses-Frontman Axl Rose ersetzt bei AC/DC auf der aktuellen „Rock or Bust“-Tour den beinahe tauben Brian Johnson. Die Fans der Rock-Urgesteine sind davon alles andere als begeistert. 

von FJS

Schon länger ist bekannt, dass Brian Johnson, langjähriger Frontmann der australischen Super-Rocker AC/DC (zu deutsch: Wechselstrom) bei der aktuellen Tournee der Band, „Rock or Bust“ nicht dabei sein kann. Aufgrund der vielen, lauten Konzerte der letzten Jahrzehnte ist Johnsons Gehör derart angeschlagen, dass er während des US-Turns der aktuellen Tour einen massiven Hörsturz erlitt. Um seinen Hörsinn nicht vollständig zu verlieren, musste er die Tournee abbrechen, ob er je wieder auf die dezibelschwangere Bühne der Band zurückkehren kann, ist unklar.

Mit Johnson fällt nach Schlagzeuger Phil Rudd (geriet in Neuseeland drogenhalber mit dem Gesetz in Konflikt) und Malcolm Young (er leidet unter Demenz) bereits das dritte, prominente Mitglied von AC/DC aus. Gerüchte um den Einstieg von Axl kamen bald auf, nun wurde offiziell bestätigt, zunächst per Aussendung, dann via Facebook.

Die Reaktionen der Fans auf dem Sozialen Netzwerk sind alles andere als erfreut. Vor allem der kühle Stil der Bekanntgabe gleiche „mehr einem CEO, der sich von einem Vorstandskollegen trennt, als einer Band“. Auch wird die bisherige Leistung von Johnson laut Fan-Postings nicht ausreichend gewürdigt. So wird dem Management großteils nahegelegt, die Tour abzusagen, anstatt mit Axl zu touren. Viele fänden auch den „Frontmann einer x-beliebigen AC/DC-Coverband geeigneter als Axl Rose“. Selbst Kommentatoren, die sich als Guns’n’Roses-Fans bekennen, sind gegen den Einstieg des Enfant Terrible.

Wie sich Axl Rose mit den Urgesteinen tun wird, lässt sich bald klären. Der Tourstart ist in Lissabon am 7. Mai, 12 Tage später am 19. Mai gastieren AC/DC im Wiener Ernst Happel Stadion.