KULTUR

Kunst & Kult: Otto Zitko & die Bimota 1989

Manfred Sax

Wenn ein eminenter Künstler wie Otto Zitko eine rare Rennmaschine bemalt, kann auch deren Wertsteigerung nur eminent sein.

„Es kommt darauf an, dass der Strich nie endet“, erklärt Otto Zitko sein neuestes Werk, das auf einer raren Bimota (Bj 1989, Auflage: 350) Gestalt annahm. Das gilt auch für den Kotflügel, wo Zitkos Signatur (o.) den Strich dem Vorderrad übergibt, damit er sich über die Rennstrecke fortpflanze.Die Striche kamen von Molotow-Filzstiften, das sind wetterfeste Acrylfarben, erläutert der Meister, dessen Ausstellungen unter anderem auch schon China erreicht haben. Nach Vollenden des Werks, das war wohl Teil der Abmachung, „bin ich ein Weekend damit gefahren, bei hoher Geschwindigkeit ist der Strich eine Speedline, das ist es, was mich interessierte.“

Womit sich der Bolide im Besitz des Ex-Rennfahrers Horst Scheuer zur Einzigartigkeit erhöhte: Als mobile Leinwand, die mal 10.000 Euro gekostet hat und in der Kunstszene nun in einem Bereich gehandelt wird, den Zitko schweigend genießt. Clever. Und schön.


Fotos & Video © Otto Zitko; www.ottozitko.com