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Hannes Eder: Die fünfte Kolonne

Anneliese Ringhofer

Ein Spielplatz für undiszi­plinierte Kunst soll die neue Galerie „Kolonie 5“ in Wien 5 werden. Meint ihr Mastermind Hannes Eder. Und ja, dort ist was los.

Hannes Eder, Mastermind der Galerie „Koloni 5“ in Wien Margareten. Foto: (c) Florian Klapetz

Als Begriff stand die „fünfte Kolonne“ auch schon mal im Brief eines österreichischen Militär-­Attachés namens Joseph Pomiankowski. Es ging um radikale Serben in Serbien. Und natürlich steht der Begriff auch im Titel eines Hemingway-Werkes. Hannes Eder geht eher spielerisch damit um: „Man schenkt dem Feind subversiv den Wickel“, sagt er kryptisch.

Nach seinem Abschied von Universal Music gab sich Eder gute Denkzeit. Nun gibt es das Record-­Label Phat Penguin und einen „Spielplatz“ namens Kolonie 5. Wo Kunst und Musik und überhaupt „eigentlich alles“ passieren kann, wie er meint. Und wo Hiti Zangerl, eine der großen Musen Wiens, über allem wacht. Subversives nicht ausgeschlossen. Bis Jahresende passiert unter anderem die Vernissage „Don’t Panic“ der großartigen Künstlerin Manuela Kiss.

Tipp: Christopher Just liest aus seinen Kultromanen „Der Moddetektiv“ und „Catania Airport Club“.

Termin: 14.12. in der Kolonie 5, Hamburgerstraße 11, 1050 Wien, Start: 19:30 Uhr
Infos: Facebook/Kolonie5