Buch

Lauda in- und auswendig

Jakob Stantejsky

Nachdem der erfolgreichste und auch charismatischste Rennfahrer Österreichs am 20. Mai von uns gegangen ist, wird nun die vielleicht aufwendigste Lauda-Biografie neu aufgelegt. „Niki Lauda – Von außen nach innen, 1949–2019“ von Hartmut Lehbrink gehört in jede Männer-Bibliothek.

Dass im Laufe der Jahrzehnte so allerhand Bücher über Niki Lauda verfasst wurden, ist angesichts der spektakulären Karriere des Wieners kein Wunder, vor allem die Bücher von Autorevue-Doyen Herbert Völker sind hier als Marksteine der Motor-Literatur zu nennen. Hartmut Lehbrink hat sich mit seinem Werk die Mühe gemacht, mithilfe der zahllosen Wegbegleiter das Phänomen Lauda aus einem gänzlich anderen Winkel zu beleuchten. Zu Wort kommen unter anderem Gerhard Berger, Bernie Ecclestone, Enzo Ferrari, Jochen Mass, August Michelitsch, Luca Cordero di Montezemolo, Alain Prost, Hans-Joachim Stuck und auch Marlene Lauda, die Niki Lauda allesamt in allen Arten von Extremsituationen erlebt haben. Auch Ron Howard, Regisseur des actiongeladenen Lauda-vs.-Hunt-Streifens „Rush“, trägt zu der Biografie bei.

Ursprünglich Anfang 2014 erschienen, war die Biografie bald ausverkauft und ist nun seit wenigen Wochen in zweiter Auflage wieder zu haben. Das reichhaltig bebilderte Buch ist ein Pflichtkauf für jeden Motorsportfan und anderweitige Bewunderer Laudas. Denn wie wir wissen, war der Wiener auch noch lange nach seiner Rennfahrerkarriere als erfolgreicher Unternehmer in der weiten Welt unterwegs. Auch etwas, woran man sich gerne ein Beispiel nehmen kann. Denn wir können ja sowieso nicht alle Formel-1-­Fahrer werden.


Hartmut Lehbrink: Niki Lauda – Von außen nach innen, 1949–2019; 2. Auflage 2019, Delius Klasing Verlag, erschienen am 5. 6. 2019

Foto: Verlag