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Robert Finster – Die Bewegung des Nasenflügels

Der Steirer Robert Finster ist also der junge Freud. Nenn es Zufall, aber: Vor Jahren hat er über entsprechende Nah­aufnahmen bereits philosophiert. Stichwort: Nasenflügel.

Foto: Severin Koller

Es war vor drei Jahren, und eigentlich ging es um die Frage, ob ihm Film oder Theater besser liege; das brachte den Denker im Schauspieler Robert Finster aus Bruck an der Mur zutage. Das Theater, meinte er, erlaube viel Absurdes, der Film große Nähe: „Die Bewegung eines Nasenflügels wird man auf einer Bühne nicht bemerken.“ Tja, und dann wurde also ein Mann für die Rolle des jungen Sigmund Freud gesucht, da ist der Nasenflügel eben ein essenzielles Detail: Der als 30-Jährige angesetzte Film-Freud hatte „in real Life“ soeben einen einflussreichen Aufsatz über die großartige Wirkung von Kokain ­veröffentlicht. So was machen nur Experten der Materie. Finsters Nase sollte groß im Bild sein.


Freud
by Marvin Kren, mit Robert Finster als Sigmund Freud, ab 15. März auf ORF1.