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Beziehungen – Was ist LAT?

Die Buchstaben stehen für „Living apart together“. Dahinter steckt eine Essenz, die Beziehungen funktionieren lässt. Meint die Psychotherapie.

Foto: Getty Images

Gillian Anderson (Sex Education) schwört auf LAT, zu deutsch das „getrennte Zusammensein“. Mit ihrem Lover Peter Morgan (Produzent, The Crown) auch noch zusammenleben wäre „das Ende unserer Beziehung“, sagt sie. Wie sie das meint, verdeutlicht sie charmant in o. a. Netflix-Serie, da darf ihr Lover sie sexen und ihre Abwasch reparieren, aber alles weitere wäre das gewisse Etwas zu viel. LAT ist im Trend, weiß Psychologin Lucy Beresford. Erfolgreiche LAT-Paare, sagt sie, schaffen eine Balance zwischen Unabhängigkeit und emotionaler Verbindlichkeit. Und dahinter stecke das allgemein wachsende Bedürfnis nach ­„Individuation“ – weniger Kompromisse, mehr man selbst sein. Selbstverwirklichung hieß das mal. Langfristig gesehen haben LAT-Paare größere Chancen auf Dauer als die berühmte ­lebenslange Liebe unter einem Dach, meint Beresford.


Lucy Beresford: „Happy Relationships“
www.waterstones.com/book/happy-relationships-at-home-work-and-play/lucy-beresford/9780077145910