AKUT

Österreich und seine geheime Unterwelt!

Christian Jandrisits

Eine ausgehöhlte Kanonenkugel mit einem mittelalterlichen Plan über kilometerlange unterirdische Gänge in der Obersteiermark, blau leuchtendes Tiefengestein und verschüttete aufgefüllte Tunnelsysteme in Klosterneuburg, steinzeitliche Lochsteine die den Eingang zur Unterwelt anzeigen, etc. … Österreich und seine geheime Unterwelt!

Text und Fotobearbeitung: Christian Jandrisits/Fotos: pixabay

Klingt alles ein wenig nach einem spannenden Hollywood Drehbuch, oder? Ist aber gruselige Realität und wird seit Jahren vom österreichischen prähistorischen Archäologen, Höhlenforscher und Buchautor Prof. Dr. Heinrich Kusch untersucht und erforscht.

Nachdem Kusch mit seiner Gattin jahrelang Höhlen in Asien erforscht hatte, begann er 1992 mit der Erforschung sogenannter „Erdställe“. Das sind unterirdische Anlagen von unterschiedlicher Größe deren Sinn und Zweck man heute nicht mehr weiß, rätselhaft sind und viel Spielraum für Spekulationen zulassen. Erdställe sind künstlich geschaffene Höhlen mit bindendem Vorhandensein von einem „Schlupf“ (Engstellen, die nur kriechend passiert werden können) und/oder sogenannten „Kreisgängen“. Die Gänge sind bis zu 60cm breit, aber in der Regel nur 1-1,40m hoch.

… irgendwo unter uns

Gelegentlich findet man auch kammerartige Erweiterungen, Lampen- und Sitznischen. (Wer sieht da nicht Schneewittchen’s 7 Zwerge vor sich, die singend das Bergwerk verlassen …?) Die ältesten dieser Anlagen sind komischerweise auch die am perfektesten herausgearbeiteten – Durch mehrere 14C und TCN-Datierungen konnte ein Alter belegt werden das dem prähistorischen Zeitraum zuzurechnen ist ….

… das Schneedings und diese prähistorischen Bauarbeiter

Rätselhaft auch die mittelalterliche Karte, die in den 1970er Jahren auf einem Dachboden eines steirischen Bauernhofes gefunden wurde. Versteckt war diese in einem Hohlraum Geschoss und zeigt ein Wegenetz rund um das Stift Vorau (Stmk/Wechselgebiet). Anfänglich schlicht als Straßenkarte gedeutet kam man aber bald darauf, dass es sich um ein unterirdisches Wege- und Energienetz handelt, welches mehrere Ortschaften rund um das Kloster verbindet.

Sogenannte „Lochsteine“ (Steinfelsen mit künstlichen Bohrungen, von den örtlichen Bauern oft als Weidezäune umgewidmet) wiesen und weisen überirdisch den Weg, bzw. die Richtung der unterirdischen Anlagen. (um die 500 Stk. alleine in der Steiermark)

Trotz Aufzeichnungen in mittelalterlichen Kirchenarchiven läßt das Stift Vorau bis dato keine Untersuchungen im Kloster zu. Bei 36 Tiefenbohrungen rund um das Stift stieß man auf weißen Quarzsand, ein Beleg dafür, dass die unterirdischen Anlagen irgendwann verfüllt bzw. geschwemmt wurden. Dies gab die Kirche im Mittelalter in Auftrag um den Kontakt und den Handel(!) zur Unterwelt ein für allemal zu unterbinden! (Seltsam, aber so haben es die klerikalen Archivisten geschrieben!)

Alles zuschütten! Sofort!

Apropos Kirche – Viele dieser „heidnischen Orte“, gemeint sind die Zugänge zu den hunderten unterirdischen Anlagen (vielerorts auch als „Kraftplätze“ bezeichnet), wurden einfach übernommen, verbaut, Marterl und Kreuzerl darauf platziert und als „besondere christliche Orte“ tituliert.

Vermutlich jahrelang (!) aufgefüllt hat man auch unterirdische Gänge in Klosterneuburg/NÖ. Die sogenannte 12-Apostel-Zeche (hat nichts mit Saufen zu tun, sondern stand früher für „Handwerksgenossenschaft“) wurde im 16. Jahrhundert mit dem Albrechtsbach geschwemmt und verschüttet. Auch hier will das Forscher-Ehepaar Kusch Licht ins Dunkel bringen. Ein kleiner Teil wurde bereits für die Forschungsarbeiten freigelegt.

„Die 12-Apostel-Zeche, ein Odem des Bösen, welcher das Fremde anzieht wie Licht die Motten“

Die Kirche/16. Jahrhundert

Vermutlich gab es im Bereich Klosterneuburg bereits vor 8500 Jahren (Jungsteinzeit) eine künstlich gemachte unterirdische Siedlung (durch wissenschaftliche Datierung belegt), diese wurde laufend erweitert und man geht von einem Mindestradius von 10 km aus (laut skizzenhaften Aufzeichnungen aus dem Kirchenarchiv).

Klosterneuburg

Interessant auch die ”bösen schwarzen Steine”, die das Stift Klosterneuburg in Holzkisten verpacken und eingraben ließ. Prof. Dr. Heinrich Kusch fand diese Steine, welche nach einiger Zeit blau zu leuchten begannen, wieder erloschen und nach einiger Zeit wieder aufleuchteten (der ORF war dort und hat’s gefilmt). Geologische Untersuchungen konnten nur feststellen, dass es sich um Tiefengestein handelt …

Ziemlich seltsam was da unter uns los ist, oder? Die Märchen-Zwergerl sind plötzlich gar nicht mehr so Märchen. Unterirdische steinzeitliche Gänge wurden mit einer derartigen Präzision angelegt, das heutige Baumeister und Spezialisten erschaudern. Wir sprechen hier von Steinzeit und Fred Feuerstein, trotzdem fand man eisenhaltige Werkzeugspuren die eine derartige Hitze entwickeln konnten, die das bearbeitete Gestein verglasen ließen …

Wir wollen den Mars und das Universum erkunden… wir wollen Kontakt zu Außerirdischen… Vielleicht sollten wir uns vorerst mal um unsere Unterwelt kümmern?!?

Und die Weltmeere!

Aber das wird eine andere Geschichte ….