Zum Inhalt springen
ABO
MUSIK

Endlich wieder ein gscheites Drama

Mwita Mataro veröffentlicht am 23. Oktober 2026 sein Solo-Debütalbum „Austrodrama“ bei Schwarzmarkt Records. Der Sänger der Wiener Indie-Band At Pavillon und Co-Regisseur der Kino-Doku „Austroschwarz“ verhandelt darauf in Dialekt-Rocksongs Identität, Liebe und die Frage, wie dieses Österreich eigentlich zusammenhält. Das…

Von WIENER Online Redaktion · 26. Juli 2026 · 2 Min. Lesezeit
Mwita Mataro, dessen Debütalbum Austrodrama am 23. Oktober 2026 erscheint

Mwita Mataro veröffentlicht am 23. Oktober 2026 sein Solo-Debütalbum „Austrodrama“ bei Schwarzmarkt Records. Der Sänger der Wiener Indie-Band At Pavillon und Co-Regisseur der Kino-Doku „Austroschwarz“ verhandelt darauf in Dialekt-Rocksongs Identität, Liebe und die Frage, wie dieses Österreich eigentlich zusammenhält.

Das Wort Drama hat in Österreich eine eigene Karriere hinter sich. Es bezeichnet hierzulande selten ein Bühnenstück, sondern meistens den Zustand zwischen zwei Menschen, einer Familie oder einer ganzen Republik: „Bitte, des is a Drama.“ Gemeint ist es fast immer liebevoll. Genau in dieser Doppelbödigkeit richtet sich Mwita Mataro ein, wenn er sein erstes Soloalbum „Austrodrama“ nennt. Der Titel ist Diagnose und Liebeserklärung in einem Wort, und er passt zu einem Musiker, der die schönen und die mühsamen Seiten dieses Landes nie getrennt voneinander erzählt hat.

Wer ist Mwita Mataro?

Aufgewachsen am Fuschlsee im Salzburger Land, wurde Mataro als Frontmann der Wiener Indie-Rock-Band At Pavillon bekannt. 2025 folgte das Kapitel Kino: Als Co-Regisseur und Hauptprotagonist der Doku „Austroschwarz“ erzählte er vom Aufwachsen als Schwarzer Österreicher, der Film zog über 10.000 Menschen ins Kino und wurde damit zu einem der erfolgreichsten heimischen Dokumentarfilme des Jahres. Solo singt Mataro nun im Dialekt, betreut von Manager Stefan Redelsteiner, der schon Wanda und den Nino aus Wien auf die Reise geschickt hat. Eine Empfehlung, die man in der heimischen Popgeschichte ernst nehmen darf, wie zuletzt auch der WIENER-Blick auf Roman Gregorys „WÖDSCHEIBM“ gezeigt hat: Die besten österreichischen Platten entstehen, wenn jemand die eigene Sprache ganz selbstverständlich singt.

Was ist von „Austrodrama“ zu erwarten?

Drei Singles gibt es bereits, und sie stecken das Feld ab: „Was ist das für ein scheiß Geschwisterstreit“ vom November 2025, „4 Uhr Nachts“ vom Mai und zuletzt „Magdalena“, eine im Wiener Café Alt Wien angesiedelte Geschichte über unglückliche Liebe am Arbeitsplatz, deren Video Susanne Hassler-Smith durch die Altstadtgassen inszeniert hat. Dazu kommt der Titelsong „Austrodrama“ selbst, der mit Augenzwinkern und ordentlich Gitarre vorführt, wohin die Reise geht: eingängige Rocksongs, die von Mwita Mataro und seiner Suche nach Identität, Liebe und gesellschaftlichem Zusammenhalt erzählen, ohne je ins Dozieren zu kippen. Das Album erscheint am 23. Oktober 2026 bei Schwarzmarkt Records. Dass Wiener Musikgeschichten gern im Kaffeehaus beginnen, ist übrigens kein Zufall, das bewies auch schon das Pop-Kleinod „Je t’aime“ von Plexus Solaire.

Mwita Mataro, dessen Debütalbum Austrodrama am 23. Oktober 2026 erscheint
Vom At-Pavillon-Frontmann zum Solokünstler: Mwita Mataro. © Atila Vadoc

Bleibt die Frage, ob Österreich ein weiteres Drama braucht. Die Antwort steht im Wort selbst: Ein Austrodrama endet nie in der Katastrophe, sondern beim Versöhnungsspritzer danach. Am 23. Oktober weiß man mehr.