Minerva lässt die Unruh schweben
Minerva lässt in zwei neuen Limited Editions die Unruh über dem Tourbillonkäfig schweben, einmal in Gelbgold mit Onyx, einmal in Roségold mit Kamee. Die beiden Minerva Exo Tourbillon sind auf je 18 Stück limitiert.

Wer eine Uhr mit Tourbillon öffnet, erwartet gewöhnlich, dass Unruh und Hemmung gemeinsam im rotierenden Käfig sitzen. Bei Minerva ist das anders, und das seit 2010: Die große Schraubenunruh sitzt über dem Käfig, der Mechanismus trägt deshalb den Namen Exo, griechisch für außen. Entwickelt hat ihn die Manufaktur in Villeret in der Schweiz über drei Jahre, patentiert ist er auch. Seit April 2026 tritt Minerva, 1858 gegründet und fast zwanzig Jahre unter dem Dach von Montblanc, wieder als eigener Name auf.
Gold, Onyx und ein Olivenzweig
Die Exo Tourbillon Limited Edition 18 (Referenz 137548) steckt in einem polierten 750er Gelbgoldgehäuse mit 44,8 Millimetern Durchmesser und 15,03 Millimetern Höhe, wasserdicht bis 30 Meter. Das Zifferblatt besteht aus mehreren Ebenen: Eine tiefolivgrüne Guilloché-Platte bildet den Grund, darüber sitzt dezentral eine gewölbte Zeitanzeige aus schwarzem Onyx mit Gelbgoldzeigern und goldfarbenen römischen Ziffern. Bei 4 Uhr verweist ein „XVIII“ auf die Auflage, bei 6 Uhr dreht sich der Käfig einmal pro Minute und dient damit zugleich als Kleinsekunde.
Die Farben sind Programm. Der Olivenzweig steht für Frieden und Wohlstand, das Gelbgold ebenfalls für Wohlstand, der schwarze Onyx für Stärke. Die Präsentationsbox führt das Thema fort: Zwei mit Blattgold belegte Olivenzweige tragen 18 Oliven und 58 Blätter, Verweise auf die Auflage und auf das Gründungsjahr. Am Handgelenk sitzt die Uhr an einem olivgrünen, halbmatten Alligatorband mit dreifacher Faltschließe aus Gelbgold.

Die Unruh über dem Käfig
Im Inneren arbeitet das Manufakturkaliber M16.68 mit Handaufzug, 218 Bauteilen und 19 Steinen. Die 14,5 Millimeter große Schraubenunruh mit 18 Regulierschrauben schwingt mit 18.000 Halbschwingungen pro Stunde, die Gangreserve liegt bei rund 50 Stunden. Der Käfig hängt an einer einarmigen Brücke, die Unruhwelle wird laut Minerva mit Toleranzen von nur fünf Mikrometern gelagert. Durch den Saphirglasboden sieht man die handveredelten Platinen und Brücken aus Neusilber, die Uhr trägt das hauseigene Zertifikat Laboratory Test 500H. Für die Gelbgold-Edition nennt das Fachmedium Monochrome einen Preis von 160.000 Euro; für Österreich ist er nicht bestätigt.

Die Göttin im Achat
Die zweite Uhr, die Exo Tourbillon Skeleton Limited Edition 18 (Referenz 137551), macht Namensgeberin Minerva zur Hauptfigur. Das offene Zifferblatt zeigt eine Kamee aus zwei Schichten Achat: Auf einer Basis aus poliertem blauem Achat sitzt ein vertieft eingesetztes, lasertexturiertes weißes Achat-Plättchen, das ein Miniaturmaler von Hand graviert hat. Das Profil der Göttin ist historischen Minerva-Werbebildern nachempfunden. Das Gehäuse besteht ebenso wie die erstmals am Exo Tourbillon verwendete geriffelte Lünette aus 18 Karat Roségold, der Durchmesser liegt wieder bei 44,8 Millimetern. Ein persisch-blaues Alligatorband mit römischem Fries im Futter und eine Box aus Walnussholz samt blauer Uhrmacherlupe gehören dazu.
Auch das Werk ist ausgeräumt: Im Kaliber M18.69 mit 188 handdekorierten Bauteilen und rund 50 Stunden Gangreserve bleiben durch die Skelettierung mehr als 400 handpolierte Innenwinkel sichtbar. Der Käfig hängt hier an einer einarmigen Unruhbrücke, die Platinen und Brücken sind anthrazitfarben ruthenbeschichtet.
Zwei Uhren, zusammen 36 Stück, und eine Unruh, die bei beiden über den Dingen schwebt.





