KULTUR

Paul McCartney kommt nicht rein

Franz J. Sauer

Sir Paul McCartney ist bei Tygas Grammy After Party nicht reingekommen

NUR MIT EINLADUNG!

Schon mal in einen Club nicht reingekommen? Vom Türsteher weggeschickt worden? Definitiv kein Einzelschicksal: Superstar Sir Paul McCartney widerfuhr dieser Tage Ähnliches.Dumm gelaufen für Paul McCartney, Beck und Foo-Fighters-Drummer Taylor Hawkins: Alle drei wollten am Montagabend (15.02.) nach den Grammy-Awards die Aftershow-Party von Tyga in Hollywood besuchen, wurden allerdings an der Tür abgewiesen.

Ein Paparazzo der News-Seite „TMZ“ filmte zufällig mit, während die Musiker mit der Security sprach. Als auch Diskutieren nicht mehr half, rief McCartney im Spaß: „Wie VIP sollen wir denn noch werden?! Wir brauchen einen weiteren Hit!“


Das Trio verließ schließlich die Szene – später wurde Paul McCartney bei der Republic Records Party gesichtet – da hatte der Beatle offensichtlich mehr Glück.

McCartney? Nie gehört!

Falls wer hier Tyga kennt, bekommt er einen Schlecker. Dafür kennt Tyga aber Paul McCartney nicht. Ebensowenig wie die Herren Beck und Taylor Hawkins, seines Zeichens Drummer der „Foo Fighters“. Und als die Drei ausgerechnet zu seiner Aftershow-Party der ehrwürdigen Grammy-Award-Verleihung gehen wollten, kam es zum Eklat an der Tür.

Dürfen wir rein? Nein! Dann wird nochmal nachgefragt. Wieder nein. Kein Einlass für das Trio. Der Haupt-Protagonist nimmt’s gelassen: „Sagts einmal, wie VIP sollen wir eigentlich noch sein? Wir brauchen einen neuen Hit!“

Woher wir, die wir sicherlich auch nicht reingekommen wären, das wissen? Weil im Grüppchen der wartenden ein Paparrazzi-Filmer des Promiportals tmz.com anwesend war, der natürlich sofort seine Handykamera auf das Geschehen richtete. Und selbst nicht sofort schnallte, was er da gerade zu filmen bekam.

Paul who?

Eigentlich könnte man meinen, Pauli hätte sich an derartige Vorkommnisse längst gewöhnt. Bereits Anfang 2015 wurde Kanye West von seiner Fangemeinde als barmherziger Samariter gefeiert, weil er einem unbekannten alten Mann mit Gitarre die unschätzbare Chance gab, mit ihm zusammenzuarbeiten. Twitter rätselte: Wer ist dieser Typ, der da aus dem Nichts auftaucht? Hat ihn West vor lauter Edelmut gar von der Strasse geholt? Und auch hier: Der geheimnisvolle Unbekannte war kein Geringerer als Paul McCartney.

Womöglich hat sich der Mann, der McCartney nicht in den Club ließ, aber auch einfach nur gefragt, was Angela Lansbury von ihm will. Mit besagter Dame wird McCartney nämlich häufig verwechselt.

Seltsame Sitten

„Macca“ selbst ist übrigens ebenfalls bekannt für seinen eher rüden Umgang mit Mitmenschen hinter der Bühne seiner eigenen Konzerte. Veranstalter ächzen üblicherweise, wenn sich Sir Paul für ein Gastspiel ankündigt. Erstens unter dem meist sehr kurzen Vorlaug – sechs bis acht Wochen sind meist eine sehr komprimierte Zeitspanne, um Gebinde wie ein Ernst Happel Stadion auszuverkaufen. Ist dieses dann nämlich nicht voll bis unters Dach, wird der Meister gar ungehalten. Gewöhnlich gut informierte Quellen zwitscherten uns, dass es schon mal vorgekommen sein, dass der Ex-Beatle schon mal nach dem ersten Song eine ang’fressene SMS an seinen Agenten absetzen ließ, warum denn die Ränge von der Bühne aus gesehen rechts oben noch so leer aussehen würden. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass die Konzertverantwortlichen panisch vors Stadion laufen und alles reinbitten, was sich da noch tummelt. Egal ob es eine Karte hat oder nicht.

Verständlich also, dass sich Sir Paul über die Zurückweisung rechtschaffen ärgerte. Wenn bei ihm dann gelegentlich eh alle reinkommen. Auszahlen tut sich derlei auf jeden Fall, wie jener kurze Clip aus dem Publikum vom letzten Wien-Gastspiel des Meisters dokumentiert: