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Rebel at Heart – Silberschmuck-Trendsetter Thomas Sabo im Interview

Die Marke Thomas Sabo überzeugt international seit mehr als 25 Jahren durch  innovative Schmuck-Kollektionen. 925 Sterlingsilber, rebellische Designs im Männerschmuck-Bereich, Inspirationen die von überall am Globus stammen, sowie die exakte Kenntnis und Einschätzung des Marktes sind wichtige Bestandteile der Welt von Thomas Sabo. Wir trafen den Silberschmuck-Rebel zum Talk.

Interview: Alex Pisecker

Wie würden Sie die Designsprache von THOMAS SABO definieren?
Wir sind unserer Formensprache immer treu geblieben. Das heißt, dass wir eine gleichbleibende ausgewogene Linie haben. Wir überraschen gerne und fortlaufend mit innovativen Designs und hochwertigen, handgearbeiteten Ausfertigungen in Sterlingsilber oder Gelbgoldvergoldung. Die Linien wie die Kollektionen haben alle verschiedene Ansätze und Zielgruppen und ergänzen sich gleichzeitig hervorragend. Eines ist aber immer gleich: 925er Sterlingsilber – dieses Edelmetall ist Teil unsere DNA.


Thomas Sabo gründete 1984 sein Schmucklabel. Foto: (c) Thomas Sabo

Welchen Typ Mann spricht die Herren Kollektion Rebel at heart 2018 an und wie würden Sie ihn beschreiben?
Die THOMAS SABO Rebel at heart Linie hat sich seit ihrer Einführung im Jahr 2007 sehr positiv entwickelt, denn Männer sind in punkto Styling nicht nur experimentierfreudiger, sondern auch ganzheitlicher geworden. In der Herbst/Winter 2018 Kollektion sind Schmuckstücke für jeden „Mann“ zu finden: Siegelringe, puristische und moderne Lederarmbänder oder expressive und rebellische Schmuckstücke wie die Black Cat-Serie. Die aktuelle Kollektion zeigt einmal mehr, dass wir nicht nur für einen bestimmten Typ Mann designen, sondern eine breite Ansprache gewährleisten: Durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Stilistiken und Materialien kann man einen ganz individuellen Look kreieren und ein persönliches Statement setzen.

Welche Key-Pieces beinhaltet die Herbst Winter Kollektion 2018?
Die Motive beim Männerschmuck sind oftmals etwas großformatiger oder sehr ausdrucksstark in der Designsprache – so auch die Schmuckstücke der aktuellen Herbst/Winter-Kollektion 2018. Ein großes Thema ist der Mix-und-Match-Trend: Ketten, Ringe oder Armbänder unterschiedlicher Formen, Farben und Materialien werden individuell kombiniert und unterstreichen so den eigenen Stil. Sehr beliebt sind zudem Statement-Pieces wie geschwärzte Panzerketten und Siegelringe.

Rebel at Heart by Thomas Sabo 2018

Den eigenen Stil mittels einer Kombination von Farben, Formen, Styles, kulturellen und epochenbezogenen Items aus der Kollektion auszudrücken, ist eine Kernaussage der 2018 AW Kollektion, wie setzen die KundInnen das um?
Schmuck ist etwas sehr Persönliches. Es geht darum, zu zeigen wer man ist und was man darstellt. Und genau das ermöglichen wir mit der neuen Kollektion. Wir möchten dazu inspirieren kreativ zu sein und dem eigenen Stil Ausdruck zu verleihen.

Ein Teil der Schmuckstücke wird handgearbeitet – wo werden diese produziert?
Wir fertigen unsere Kollektionen national wie auch international, mit Partnern, mit denen wir seit Anbeginn zusammen arbeiten. Die Ketten aus der Kollektionsserie Iconic Chains z.B. sind made in Germany und von einer Manufaktur in Idar-Oberstein hergestellt. Ein spezielles, jahrhundertealtes Verfahren prägt diese besondere Stilistik und verleiht den Stücken eine Vintage-Optik. Das komplette Design aller Kreationen erfolgt allerdings im Headquarter in Lauf.

Rebel at Heart by Thomas Sabo 2018

2009 wurden auch Uhren in die Kollektion eingebunden, was hat Sie zu dieser Entscheidung bewogen und warum ausschließlich elektromechanische Quarzuhren?
Die Zeit war damals reif, unser Portfolio als Lifestylemarke um Uhren zu erweitern. THOMAS SABO hat in den letzten Jahren gezeigt, wie erfolgreich wir kontinuierlich für ausgesucht hohe Qualität und Design im Silberschmuck stehen. Die Uhren waren somit die logische Fortsetzung der Produktpalette. Mittlerweile bieten wir eine große Bandbreite an verschiedenen Modellen für sie und ihn, auch mit erweiterten Funktionen wie einer Mondephasenanzeige. Im Oktober führen wir zudem erstmals Automatikuhren ein. Das Automatic Skulleton Modell ist unsere erste Automatikuhr und ein echtes Statement. Das offene, skelettierte Ziffernblatt ist dabei in besonders zeitintensiver und aufwendiger Handarbeit gefertigt. Der Gehäuseboden mit Glas in Totenkopfform, trägt unser ikonisches Design und ist somit eine perfekte Ergänzung zu unseren anderen Produkten. Wir möchten die Uhren international genauso stark machen wie unseren Schmuck.

Seit Anfang der 90er-Jahre arbeiten Sie mit Susanne Kölbli zusammen, wie gestaltet sich diese Zusammenarbeit?
Unsere Zusammenarbeit als Team ist sehr eng: Wir diskutieren konstruktiv, brainstormen und so entstehen viele neue Ideenansätze. Unsere Kollektionen orientieren sich sehr stark an internationalen Modetrends, aber auch kulturellen oder epochalen Stilistiken, die unser Designteam in die Entwürfe einfließen lässt. Bei der aktuellen Kollektion haben wir uns zudem von unseren eigenen ikonischen Designs aus den achtziger Jahren inspirieren lassen und diese neu interpretiert. Über die Jahre ist es uns gemeinsam gelungen, mit unseren hohen Design- und Qualitätsstandards sowie Liebe zum Detail, einen einzigartigen Stil zu etablieren und der Marke ein unverwechselbares Gesicht zu geben. Darauf bin ich sehr stolz.

Rebel at Heart by Thomas Sabo 2018

Wie groß ist ihr persönlicher Einfluss auf die einzelnen Designs und wodurch werden Sie inspiriert?
Es steckt nach wie vor sehr viel von mir selbst in der Marke THOMAS SABO. Meine Arbeit bringt viele Reisen mit sich, da heißt es Augen auf und beobachten – ob Menschen, Umwelt, Verhaltensweisen, Stylecodes oder auch Streetstyles. Inspirierend sind aber auch Ausstellungen, Märkte, Fashion-Shows und Gespräche unter Kollegen. Gleichsam prägend für unsere Marke ist seit jeher die Leidenschaft und Perfektion, mit der wir Saison für Saison an unseren Designs arbeiten. Daran hat sich nichts geändert und wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Wir sind stolz auf unser Handwerk und unsere hochwertigen Kreationen.

In welchem Verhältnis steht Social Media zu den anderen Werbemaßnahmen in Ihrem Konzern?
Wir operieren auf allen Kontinenten und investieren viel in Marketing, Werbung, PR und Events – dazu gehört selbstverständlich auch Social Media, insbesondere im direkten Austausch mit unseren Zielgruppen. Im Hinblick auf den Wandel im Handel sowie der veränderten Mediennutzung ist es zu einem sehr wichtigen Tool geworden. Über den Erfolg entscheidet aber das richtige Zusammenspiel aller Bausteine – und das kann marktspezifisch anders ausgeprägt sein.

Rebel at Heart by Thomas Sabo 2018

Welche sind Ihre Hauptmärkte?
THOMAS SABO ist weltweit bekannt und erhältlich. Als deutsche Marke haben wir natürlich einen gewissen Heimatvorteil im deutschsprachigen, europäischen Raum. Insbesondere aber UK sowie grundsätzlich West- und Mitteleuropa und die asiatischpazifischen Märkte sind für uns von entscheidender Bedeutung.

Wie schätzen Sie die Entwicklung der Schmuck/Uhren-Industrie in Ihrem Segment in den kommenden Jahren ein?
Die Lage im Handel ist derzeit schwierig. Das Onlinegeschäft geht nach oben, aber der Einzelhandel ist rückläufig und im Fachhandel sind Schließungen in der Branche leider an der Tagesordnung. Wir reagieren darauf, bleiben ein starker und zuverlässiger Partner im Markt und agieren dennoch innovativ. Das bedeutet, wir entwickeln Konzepte, die es uns erlauben ganz anders auf den Konsumenten zugehen zu können. Wir sind überzeugt – wir müssen mit unseren Produkten dahin, wo die Menschen sind.

Rebel at Heart by Thomas Sabo 2018

Haben Sie ein persönliches Lieblingsstück?
Es ist eigentlich weniger das einzelne Schmuckstück, als die Kombination der Materialien und Farben: Mir persönlich gefällt es aktuell mehrere Armketten und Armbänder gleichzeitig zu tragen. Grundsätzlich finde ich Schmuckstücke sehr ausdrucksstark wenn sie so wirken, als wären sie schon eine Weile getragen. In der aktuellen Kollektion haben wir eine ganze Reihe von Ringen und Ketten mit einem Vintage-Finish versehen.

Über Thomas Sabo:

Thomas Sabo (57), wurde in Nürnberg geboren, absolvierte eine Ausbildung als Feinmechaniker und begann Anfang der 80er Schmuck aus Asien nach Deutschland zu importieren. Das Unternehmen Thomas Sabo gründete er 1984, mit Sitz in Lauf an der Pegnitz. Kapp ein Jahrzehnt später begann er mit Susanne Kölbli, einer Grafik Designerin zu kooperieren, was zur ersten gemeinsamen Schmuck-Kollektion führte. Diese bis heute bestehende Synergie zweier Kreativer resultierte in vielzähligen Stand-Alone-Shops und Shop-in-Shops. Außerdem ist Thomas Sabo bei etlichen hunderten Juwelieren vertreten. Einige Fluglinien nahmen Thomas-Sabo-Schmuck in ihr Board-Verkaufprogramm auf. Die Marke Thomas Sabo und ihre Designs sind weltweit rechtlich geschützt. Mehr Infos hier!