AKUT

Große Katastrophen, großes Leid

Die nüchternen Zahlen dahinter.

Redaktion: Maximilian Barcelli, Jakob Stantejsky / Foto: Getty Images

6,8 Mikrosekunden sind Tage seit dem Erdbeben im Indischen Ozean am 26. Dezember 2004 kürzer, da sich die Erdachse verschoben hat. Der vom Beben ausgelöste Tsunami kostete rund 230.000 Menschen das Leben.


300 Schiffe der Römischen Kriegsflotte sanken 255 vor Christus vor Sizilien auf dem Heimweg von der Seeschlacht bei Kap Bon. Mit 100.000 Toten gilt dies als der verheerendste Schiffbruch aller Zeiten.

92 ist die Ordnungszahl von Uran im Periodensystem. Es ist das chemische Element, an dem die Kernspaltung im Jahr 1938 entdeckt wurde.

20. Mit dieser Startnummer ging Pierre Levegh ins Rennen der 24 Stunden von Le Mans 1955. Nach rund zwei Stunden kam es zum tragischen Auffahrunfall, bei dem sein Mercedes – oder, besser gesagt, Teile dessen – über – oder, besser gesagt, durch – die Zuschauermenge geschleudert wurden. 84 Menschen starben.

1/3 (ca.) der jüdischen Weltbevölkerung wurde während des Holocausts zwischen 1939 und 1945 vergast, erschossen, stranguliert, kurzum: aufs Grausamste ermordet.

80 Prozent der City of London wurden im September 1666 im Lauf von vier Tagen durch den Großen Brand von London vernichtet. Circa 100.000 Menschen verloren ihre Behausung, nach offiziellen Angaben kamen allerdings maximal neun Leute um. Diese Zahl ist schwer umstritten.

6 Hungersnöte gigantischen Ausmaßes gab es allein in den letzten 150 Jahren in China. Mindestens 32 Millionen Menschen starben an den Folgen, bei der Großen Chinesischen Hungersnot von 1959–1961 allein belief sich die Zahl der Todesopfer auf zumindest 15, möglicherweise aber sogar 55 Millionen.

102 Minuten vergingen nach dem Einschlag von Flug AA 11 in den Nordturm des World Trade Centers, bis der Wolkenkratzer einstürzte. Beim Südturm dauerte es nur 56 Minuten, bis das Gebäude zusammenbrach.

5 Minuten waren im FA-Cup-Halbfinale zwischen Liverpool und Nottingham Forest am 15. April 1989 verstrichen, als Peter Beardsley für die Reds an die Latte schoss. Unter der Last der sich vorbeugenden Zuschauer gab daraufhin ein Wellenbrecher nach, und die Hillsborough-Kata­strophe nahm ihren Lauf. Schlussendlich gab es 96 Tote und 766 Verletzte zu beklagen.

18 Stunden in etwa dauerte der Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 an, bei dem vier Städte unter bis zu 25 Meter hohen Massen an Asche und Bimsstein verschüttet wurden. Rund 5.000 Menschen ließen damals ihr Leben.

1.375 Tonnen TNT-Äquivalent maximal betrug die Explosion eines Ammoniumnitrat-Speichers im Hafen von Beirut am 4. August 2020. Damit gehört sie zu den größten nichtnuklearen und von Menschen verursachten Explosionen aller Zeiten.