E-Mobility

SWIMMING MUTANT GIGA TURTLE

Christian Jandrisits

Was ist 550 Meter lang, 610 Meter breit und bietet Platz für 60.000 Menschen? Die Antwort lautet „Pangeos“, the Swimming Mutant Giga Turtle. ­Dabei handelt es sich nicht um die Arche eines Superreichen, mit der er dem Weltuntergang entgehen will, sondern um ein Kreuzfahrtschiff. Oder zumindest um die Idee eines Kreuzfahrtschiffs.

Fotos: Lazzarini Design Studio

Entstanden ist sie in Rom im Lazzarini Design Studio. Dort nennen sie ihr Konzept natürlicht nicht einfach nur „Schiff“ – nein, es handelt sich bei der „Pangeos“ um eine „Tera-Yacht“. Die Eckdaten bezüglich der Dimensionen haben wir ja schon skizziert, doch es gibt noch eine Überraschung. Denn die 16.800 PS, die die gigantische Schildkröte auf bis zu fünf Knoten (9,26 km/h) beschleunigen sollen, kommen nicht aus ­irgendwelchen Schwerölaggregaten. Stattdessen ist der Antrieb rein elektrisch: neun E-Motoren wuchten die ­„Pangeos“ durch die sieben Weltmeere.

Das aber frühestens erst in acht Jahren. Solange würde der Bau des megalomanischen Kreuzfahrtschiffs dauern, der Kostenpunkt liegt laut Lazzarini bei geschmeidigen acht Milliarden Dollar. 

Dafür kann auf der „Pangeos“ dann das Äquivalent einer kleinen Stadt in Saus und Braus leben. Statt Kabinen gibt es Appartments, Penthouses und Villen. Wer mal kurz weg muss, kann dafür den schiffseigenen Hafen oder die ­Hubschrauberlandeplätze nutzen. Ausgespannt wird auf den großzügigen Grünflächen oder in Einkaufszentren, ­Restaurants und Schwimmbädern.

Damit die „Pangeos“ nicht irgendwo am Ozean verhungert, lädt sie – wie könnte es ­anders sein – dank Solarzellen stetig selbst nach. Wo man die „Tera-Yacht“ auf einer Skala von Science-­Fiction bis Märchenland einordnet, bleibt einem selbst überlassen. Den Reality-Check wird es wohl nie geben.