Buch

Dirk Stermann – Absoluter Hammer

Es gibt ein paar Deutsche – nicht viele, aber eben ein paar –, die hat der Österreicher so richtig gern. Meist, weil sie einen geschmeidigen Schmäh haben. So wie Felix Neureuther, zum Beispiel. Oder natürlich: Kabarettist und, wie Sie sicherlich wissen, Wiener-Kolumnist Dirk Stermann.

Fotos: Gerald von Foris

Der gebürtige Duisburger heißt allerdings nicht nur Woche für Woche Österreich willkommen, sondern schreibt bekanntlich auch Romane – und das nicht erst seit gestern. Nach „Der Junge bekommt das Gute zuletzt“ erschien nun sein zweites Buch beim Rowohlt-Verlag. Der Titel seines neusten Werks irritiert; So handelt „Der Hammer“ etwa nicht von Werkzeugen, mit denen man vorzüglich Nägel in Wände reinschlagen kann, sondern von der realen Person Joseph von Hammer-Purgstall, ­seinerzeit Dolmetscher (und später Diplomat und Orientalist). Wobei eigentlich ja „Sprachknabe“, denn mit „Seinerzeit“ handelt es sich im konkreten Fall um das 18. und 19. Jahrhundert. Jedenfalls kam der Hammer mit 15 Jahren an den Wiener Hof, um dort zu übersetzen. Übersetzer braucht man aber keinen, wenn Dirk Stermann seine Lesung in gewohnt perfektem Hochdeutsch abhält.


Dirk Stermann: Lesung „Der Hammer“. 14. 02. 2020 im CAFE KORB. Info: rowohlt.de, cafekorb.at