GENUSS

Das WIENER-Wissen zum Bissen

Redaktion: Roland Graf / Foto: Getty Images

Wo gehört das Dessert „Weihnachtsscheit“ auf die Festtafel?

a) Finnland
b) Island
c) Frankreich
d) Nordmazedonien


Der etwas eigenwillige Name dieser traditionellen Süßigkeit, die auch bis Neujahr gegessen wird und wie ein Holzscheit aussieht, verweist auf einen alten bäuerlichen Aberglauben: Ein besonders mächtiges Holzscheit wurde einst im offenen Kamin der Rauchküche zu Weihnachten verbrannt. Seine Asche wurde gesammelt und auf die Felder ausgebracht. Die wundertätige Kraft des Weihnachtsfests sollte so für gute Ernten im kommenden Jahr sorgen. So erzählen es die Volkskundler in Frankreich!

Doch die offenen Feuerstellen wurden weniger, der „Bûche de Noël“ mutierte vom Holzstück zum nachgebildeten Biskuit-Riegel mit Schokoguss, dem die Hausfrau mit der Gabel die entsprechende „Maserung“ verleiht. Die Edel­versionen aus der Patisserie weisen heute auch Moos-Befall (aus Pistazien-Pulver) oder kleine Pilze aus Marzipan auf. Daneben wirken die heimischen Zimtsterne dann doch ein wenig arm.