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Tatort Bett – Furz der Liebe

Ein Furz im partnerschaftlichen Bett ist zumeist ein Zeichen von Vertrautheit und Harmonie. Aber Zwist ist möglich. Zum Beispiel bei der Frage, wessen Anus eine herbere Duftnote verbreitet – der Seine oder der Ihre?

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Es hat gedonnert, oder zumindest diskret gedämpft gepfiffen – der Punkt ist der Ort des Geschehens: das gemeinsame Bett. Der subsequente, penetrante Duft unter der Tuchent hat eine gewisse Beharrlichkeit, er bleibt den Nasen selten verborgen. Und Tatsache ist: Es ist nie der eigene Wind, der den Geruchssinn mehr beleidigt, er kommt von der Person, die dein Kissen teilt. Ein Furz also. Gemeinsam genossen, hat er Beziehungs-History. Zumeist, so eine nicht allzu wissenschaftliche Studie, feiert er nach sechs Monaten Premiere; ein großer Moment im Beziehungsleben.


Der Bruch der Furzbarriere, so heißt es, signalisiert Vertrautheit und Harmonie. Nicht auszuschließen, dass es Liebe ist. Ein Furz kann alles mögliche sein, von widerlich via niedlich bis lustig. Offen nur noch eine Frage: Wer von den beiden Turteltauben verfügt über das imposantere Gas? Der amerikanische Gastroenterologe Michael D. Levitt behauptet, eine objektive Antwort gefunden zu haben. Es sei der weibliche Furz, sagt er, der zwar meistens leiser fahren gelassen wird, dafür umso tödlicher wirkt; der Frauenfurz habe generell eine höhere Konzentration von Schwefelwasserstoff. Zweifel an ­diesem Befund ist nicht angebracht, der Wissenschaftler – unter Kollegen „Doktor Furz“ genannt – hat 275 Studien über Flatulenz verfasst. Tipp für Männer: Binde der Geliebten diese Tatsache nie unter die Nase, das könnte zu Zores führen.

Quelle: www.gastrojournal.org/article/S0016-5085(19)33654-6/fulltext