Mode

Steampunk

Steampunk glorifiziert die Mode des viktoria­nischen Zeitalters, gepaart mit dessen roman­tischen Blick auf Wissenschaft, Literatur und die Industrielle Revolution im Europa des 19. Jahrhunderts. Das alles mit einem ­postapokalyptischen Touch.

Text: Alex Pisecker / Foto: Getty Images

Steampunk umspannt Bekleidung, Schuhe, Hairstyle, Make-­up, Schmuck, Hüte, aber auch Tätowierungen und Piercings. Messing ist ein wichtiger Bestandteil des Steampunk, ebenso wie das Korsett. Angelehnt an die viktorianische Ära, sind die Looks häufig militärisch oder aristokratisch inspiriert. Aus den Genres Vampire, Gothic, Burlesque und Fetisch kommen die Impulse.


Entstanden ist diese Modeströmung bereits in den 1980/1990er-Jahren neben Goth und Punk. So richtig abgehoben, vor allem in GB, hat sie erst in den frühen 2000ern. Zu dieser Zeit waren die Outfits meist selbstgenäht, die Modeindustrie erkannte den Trend jedoch schnell und produzierte im großen Stil.

Inspiriert ist die Strömung von Literaten des 19. Jahrhunderts wie etwa Sir Arthur Conan Doyle. Steampunk umgibt ­immer ein Hauch von Nostalgie. Das Korsett ist hier mehr ein Bekleidungsstück für den Alltag und häufig reich verziert. Röcke sind ausladend, darunter blitzen veredelte Petticoats hervor. Broschen, Federn und Perlen zieren die Hüte, Handschuhe sind „Must“. Die ­vorherrschende Farbe ist Schwarz, aber auch Braun und Oliv sowie Rot und knalliges Rosa haben ihren Platz.

Selbst Designer wie Prada, Dolce & Gabbana, Versace, Chanel, Christian Dior und Gaultier haben Elemente des Steampunk in ihre Kollektionen aufgenommen. In Filmen wie „Van Helsing“, „Sweeny Todd“ oder anderen Tim-Burton-­Produktionen wird dem Steampunk Tribut gezollt. Steampunk ist zwar nicht unbedingt alltäglich, jedoch bringt er durchaus Spannung in den modischen Einheitsbrei!