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E-Zigaretten-Liquids – 4 Tipps für tollen Dampfgenuss

Jakob Stantejsky

Auch in Österreich ist die E-Zigarette beliebt. Für die sogenannten Dampfer ist sie die ideale Möglichkeit, dem Gestank echter Zigaretten zu entkommen, ohne auf das Nikotinerlebnis verzichten zu müssen. Und sie bietet noch mehr Optionen, denn es geht auch ganz ohne das Nikotin. Doch damit das »dampfende Rauchen« wirklich Freude bereitet, müssen die richtigen Liquids gefunden werden. Viele Dampfer wissen, wie schwer es ist, endlich das richtige Liquid aus den Regalen zu fischen. Worauf es nicht nur für genießerische Wiener ankommt, zeigt dieser Artikel.

E-Zigaretten werden immer beliebter und können durchaus ein Genuss sein.

1. Nikotingehalt richtig wählen


Das Dampfen und das Rauchen unterscheiden sich in diversen Beziehungen, doch gerade bezüglich des Nikotins gibt es gravierende Unterschiede. Während bei der üblichen Tabakzigarette der Nikotinkick direkt eintritt, hat er beim Dampfen eine längere Wirkungsphase. Daher empfinden gerade Umsteiger die E-Zigarette anfangs nicht als so wirksam. Hier liegt aber schon der Fehler in der Bedienung. Bei Schmacht zu dampfen, ist zu spät. Um dieselbe Wirkung zu erlangen, muss regelmäßig und auch ohne das Verlangen gedampft werden. Deshalb gilt:
Nikotingehalt – durch das häufigere Dampfen sollte der Nikotingehalt geringer sein. Gerade Umsteiger sollten keine Liquids wählen, die über einen Nikotingehalt von 19 mg hinausgehen. Empfehlenswert sind Stärken von 12 Milligramm. Sie erlauben es auch, dauerhaft beim TV-Schauen an der E-Zigarette zu ziehen, ohne Kopfschmerzen oder andere Probleme, die von zu viel Nikotin kommen, zu erleiden.

Probieren – die Liquids erlauben es, selbstständig den Nikotingehalt zu bestimmen. Gerade in den Anfangstagen empfiehlt es sich, Liquids derselben Geschmacksrichtung in zwei Stärken zu holen: Mit viel Nikotin und ohne Nikotin. Da sie sich mühelos im Verdampfer mischen lassen, können Dampfer so ihre persönliche und perfekte Nikotinstärke erstellen.

2. Nur aus seriösen Quellen kaufen

An E-Zigaretten und den notwendigen Liquids lässt sich Geld verdienen. Aus diesem Grund gibt es auch unendlich viele Shops und Händler, die keine qualitativ hochwertigen Liquids verkaufen, sondern letztlich irgendwelche im Keller zusammengemischten Flüssigkeiten. Für Dampfer ist dies natürlich ein Problem, denn wenn es schon schwer ist, Fake-Shops für Kleidung oder andere Waren zu erkennen, ist es auch schwer, online oder im Geschäft ein gutes Liquid zu kaufen. Aber auf was sollten Nutzer achten? Ein Überblick:

Lebensmittel- und Apothekenqualität – die Inhaltsstoffe von Liquids sind denkbar einfach. Sowohl das PG als auch das VG stammen bei guten Liquids aus dem Apothekenbedarf und haben somit Apothekenqualität. Der Geschmack stammt von Lebensmittelaromen. Sämtliche Liquids, die diese Ansprüche erfüllen, sind empfehlenswert.

Geprüfte Shops – wer online kauft, der sollte sich den Shop genauer anschauen. Arbeitet er mit bekannten Liquid- und E-Zigarettenherstellern zusammen? Gibt es Kundenbewertungen wie zum Beispiel bei eZigarettenkoenig?

Erfahrungen – wichtig sind die Erfahrungen anderer Dampfer. Zumeist sind sie gut vernetzt und geben sich Tipps – oder raten von Liquids und Herstellern ab.

Wer noch überhaupt keine Erfahrung mit der E-Zigarette hat, der sollte ein echtes Geschäft in der Stadt aufsuchen. Nicht nur findet hier eine Beratung statt, Kunden können auch verschiedene Liquids testen und sich durchprobieren. Wie wichtig das ist, zeigt der nächste Punkt.

3. Die richtige Geschmacksrichtung wählen

Geschmäcker sind verschieden. Es ist für einen selbst völlig unerheblich, ob Kunden die Schoko-Kirsch-Minzmischung aus einem Shop für absolut köstlich und zum Niederknien halten. Oder aber, wenn sie Erdbeere-Mango als ekelhaft empfinden. Bei der E-Zigarette und ihren Liquids ist es wie mit Obstjoghurt, Eissorten oder Kuchen. Sie müssen einem selbst schmecken, nicht dem Rest der Dampfgemeinde. Der Weg zur richtigen Geschmacksrichtung – und deren Mehrzahl – führt für Einsteiger also in diese Richtung:

Testen – wer schon Dampfer im Freundeskreis hat, der darf sicher ausgiebig probekosten. Auch hier gilt, dass der Geruch eines Liquids nicht unbedingt den Geschmack widerspiegelt. Manche Liquids riechen köstlich, doch stechen und brennen sie bei einigen Menschen im Hals und haben einen miesen Nachgeschmack. Es hilft tatsächlich nur, sich einmal durchzutesten. Wer keine dampfenden Freunde hat, der kann die Tests auch im örtlichen Handel durchführen.

Verschiedene Liquids – wer nicht gerade nach Tabakliquids schaut, die übrigens nie wie echte Zigaretten schmecken, der benötigt meist mehrere Liquids. Dauerhaft nur eine Geschmacksrichtung zu dampfen, führt unweigerlich zum Überdruss. Es hilft schon, mehrere in Probegrößen zu kaufen und sich durchzutesten. Übrigens: So manche Liquids hängt von der eigenen Tagesform ab. Es gibt Geschmacksrichtungen, die absolut nicht schmecken, wenn soeben etwas gegessen oder der Kaffee getrunken wurde.

Stärke – Nikotin ist ein Geschmacksverstärker. Es kann gut sein, dass Liquids mit wenig oder gar keinem Nikotin »blasser« schmecken. Das ist praktisch für sehr geschmacksstarke Liquids, die aufgrund ihrer Intensität als unangenehm empfunden werden. Einige Kaffee-Liquids fallen in diese Kategorie.

4. Verdampfer und Verdampferköpfe auf Liquid abstimmen

Ein Problem, auf das viele Dampfer mit der Zeit stoßen, sind Liquids, die einen Verdampfer oder den Verdampferkopf schädigen. Sie werden nicht undicht oder ineffektiv, doch nehmen sie den Geschmack des Liquids an:

Menthol – sämtliche minz- und mentholhaltige Liquids haben die Eigenart, sich geschmacklich niederzulassen und auch die weiteren, in den Verdampfer gefüllten Liquids zu beeinflussen. Es ist ratsam, diese Liquids immer in einem getrennten Verdampfer zu nutzen. Und: Die Dichtung des Verdampferkopfes kann in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher ist es sinnvoll, den Kopf häufiger zu tauschen.

Kräftige Früchte – auch sehr intensive Fruchtliquids hinterlassen einen Nachgeschmack. Wer auf solch eine Geschmacksrichtung stößt, sollte ebenfalls einen anderen Verdampfer nutzen.

Grundsätzlich ist zu beachten, dass nach dem Wechsel eines Liquids die ersten Züge furchtbar schmecken können. Der Verdampferkopf muss zuerst die Reste des alten Liquids verdampfen, bis der neue Geschmack durchkommt. Oftmals lässt sich dies durch das Auswaschen und Durchpusten des Verdampfers schneller erledigen.

Dampfen zum Espresso – ein echter Genuss.

Fazit – Zeit ist ein wichtiger Faktor

Wer eilt bei einer Weinprobe? Mit Ruhe sollte auch die Wahl der Liquids stattfinden. Umsteiger sollten ruhig im Freundeskreis oder in örtlichen Shops verschiedene Liquids testen, bevor sie sich entscheiden. Und bis das perfekte Liquid gefunden wurde, gilt: Kleine Größen kaufen. So wenig, wie der Lieblingswein oder das perfekte Essen in Eile gefunden werden kann, lässt sich auch ein Liquid aus der Masse herausfischen.

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