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Bis 2100 soll die Hälfte aller Sandstrände verschwinden

Jakob Stantejsky

Der Klimawandel – Skeptikern auch als „das große grundlose Wärmerwerden“ bekannt – fordert jetzt schon viele Opfer, man denke nur an die australischen Wälder oder den Amazonas-Regenwald. Doch in Zukunft werden davon nicht nur ferne Ökosysteme, sondern vielleicht auch euer liebster Badeort betroffen sein.

Text: Jakob Stantejsky / Foto: Getty Images

Nein, das heißt nicht nur, dass es halt noch heißer wird und man zu Mittag das mediterrane Sonnenbaden eventuell doch sein lassen sollte. Eine Studie prophezeit nämlich nun das Verschwinden von 50 Prozent aller Sandstrände der Welt bis 2100. Und für alle ganz besonders empathischen Obergescheiten, die gerade daran denken, dass ihnen das eh wurscht sein kann, weil sie bis dahin längst tot sind: Bis 2050 sollen immerhin 15 Prozent aller Sandstrände Geschichte sein. Beide Prozentsätze basieren auf der Annahme, dass der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen ungefähr auf dem heutigen Level verbleibt. Je nach Reaktion der Menschheit können sie also sinken oder steigen. Sicher ist nur, dass ein Teil der sandigen Küsten dieses Planeten garantiert verschwinden wird, da kommt jede Rettung zu spät.


131.700 Kilometer Strand würden vom steigenden Meeresspiegel in den nächsten 80 Jahren abgetragen werden, als besonders gefährdet macht die Studie dabei jene Strände aus, die in dicht besiedeltem Gebiet liegen. Der berühmte Miami Beach beispielsweise? Futsch. Darüber hinaus sollen vor allem Argentinien, Australien, Chile, China, Kanada, Mexiko, Russland und die USA betroffen sein.

Für alle Österreicher bei dieser Problematik essenziell: Ob Jesolo und Lignano in ein paar Jahrzehnten noch als Badeorte taugen, steht nicht fest. Zugegeben, den Einheimischen wäre es das Opfer vielleicht sogar wert, wenn sie dafür nicht jedes Jahr von halbnackten Horden unserer Landsmänner belagert werden – gerade als Österreicher kann man das absolut verstehen.